Wer bin Ich
Draußen da blüht die Natur. Die Wespen umfliegen ihr sandig, körniges Zuhause und in mir ist es dumpf und schwer.
Um mich herum geht die Zeit in gemächlich kleinen Schritten und in mir da fährt ein Karussell.
Und dieses Karussell heißt „Wer bin ich“.
Denn immer wo dieses „Wer bin ich“ steht, ist es begleitet, Arm in Arm mit dem Heißhunger des Anders seins.
Da möchte ich schreiben, so wie die schönen Worte Herrmann Hesse.
Und möchte singen mit meiner Gitarre, wie es in einem wiederhallt, wenn Neil Young mit seinem Gesang die Echtheit des Lebens versprüht.
Aber da ist auch die Ahnung, dass nur Herrmann Hesse so schreibt wie Herrmann Hesse
und Neil Young so singt wie Neil Young
und ich so sein muss wie es in mir ist.
Und dann vergesse ich die Zukunft,
die in mir diese Dinge des so sein wollen erweckt,
und vergesse die Vergangenheit,
die in mir das Wissen um das Begehrt sein
und das Niemand sei gepflanzt hat
und ich schaue nieder auf die braune Erde
und stehe feste mit beiden Beinen auf ihrer Haut.
Schaue auf meine Worte, die liebevoll aneinander gereiht,
all das spiegeln, was mein Leben in mir,
von Augenblick zu Augenblick, wach gerufen hat.
Und ich weiß, dass ich mehr erwecken muss,
dass ich tiefer hineinfahren werde,
mehr Fühlen und Erleben will.
Und ich weiß, dass ich jedes Korn werden muss,
um all diese kleinen Momente des Aufblühens zu verschmelzen,
zu einem Licht.
Zum Licht des ewigen Friedens.