Natur
Dem Mensch warst du Natur gegeben
Natürlich fliest du Leib in Leib
Vom Lichte hin, ins Leichte schweben
Im neblig träumend Mutterleib
Als Tier empfingst du unsre Schritte
Als Feuer es im Rauche schallt
Der lähmend Triebe weiche Mitte
Der blühend Dornen duftend Wald
Gedrängt im Tau des Blütenkelches
Berauscht der Pollen Säfte dich
Besprüht der Blätter Rundes, welches
Vom Winde hin zur Weile wich
Befleckend wuchs dein ewig Gleiches
Gespalten durch des Willens Macht
Bist in dir, zärtlich liebend, weiches
Das rot am Abend wiederlacht
Du scheinst Unendlich, fließend Linie
Machst klein uns, drehend, Flügelschlag
Gibst kühles Wasser, Seelenpinie
Machst Bund uns wieder, jeden Tag
Ich liebe dich tief aus weisem Herzen
Dein unentdecktes dunkles Licht
Trittst zu mir in der Zellen Schmerzen
So scheint’s, sie nur vom Warten spricht
So löst mein Schiff sich von den fasrig Tauen
Treibt schaukelnd in der schäumend Brandung ein
Kann neu der Horizont in mir erschauen
Der Bug die Kraft der Wellen sein
Und mitten in des tosend Sturmes Lichte
Erblüht der Tod im weißlich Lilienblatt
Glänzt leuchtend in des Abends ziehend Lichte
Macht Hungrig uns wovon das Leben satt