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Kali Yuga

So groß ist diese Riesenwelt
Bricht auf wenn sie in sich fällt
Zieht alles in ihren Schlund hinein
Leuchtet dann im hellen Feuerschein
 
So hat man versucht mit Menschenhand zu ändern
Schnitt Stück für Stück von den Wurzelbändern
Noch niemand hat den Tag besessen
An dem die Welt nach dem Mensch bemessen
 
Verzieh man auch den Kräften vieles
Denn auch was dir bestimmt, ich will es
Umschlang der Arm den feinsten Faden
Ist doch die Erd‘ vom Mensch beladen
 
Und so vergeht das Wesen eines Tages
Dem Geschöpf zu wieder, so vermag es
Hoch sich zu treiben und tief hinab
Bewegt kein Lachen, geht auf und ab
 
Und ist die Erd‘ dann leer von Menschenwesen
Beginnt das Oberste behutsam zu genesen
Denn das Innere hat es eh nie erreicht
Hat lange gehauen, doch nichts erweicht
 
So trägt der Boden wieder Früchte
Wie eh und je, befreit von des Denkers Gewichte
Trägt auf die Ernte voller Saft
Weils Niemand ist, der dieses sät und es erschafft
 
Und blüht dann wieder des Adams Baum
Entsteht ein anderer, gleicher Traum
So die Schöpfung nicht einen Finger regt
Weil sie nicht vieles, sondern alles trägt
 
Ja, so groß ist diese Riesenwelt
Ständig im Wandel sie nichts in sich behält
Teilt alles mit sich im Lebenskreis
Weil sie nur ist, von sich nichts weiß