Befriedend
Ach, wenn ich nur wüsste, wo ich die Zukunft finde
Dort, in ferner Zeit wird sie geschehen
In der Vase auf dem Tisch, welch herrlich Blumengebinde
Heute noch, und kann Morgen schon vergehen
Ach, wie kenn ich den Ort, wo meiner Tränen Einsamkeit
Dort, über deine rote Wange flieht
Der Gedanke sich zum Lachen befreit
Tiefer und tiefer, in meine Herzensnot sieht
Ach, wie weise ist die Liebe, von Vernunft umspült
Behütet, mit des Willens Gaben
Von des Sinnes Qualen umhüllt
War ich ganz plötzlich, wahrlich erhaben
Ach, könnt ich nur Schreien, aus Meines Brustes Frust
War „Es“ nicht bei mir ein Leben lang
Inbrünstig, leidenschaftlich und so voller Lust
Auf des Kosmos Wiese „Es“ zu wachsen begann
Ach, könnt ich doch Fliegen, über den Horizont hinaus
Ins blendende Sonnenlicht, befriedend warm
Nur ein Wenig, eile ich schon voraus
Macht mich zugleich, ganz Reich und ganz Arm.