Gedichte-Märchen-Musik
Zen-Prosa-Kinderbücher

Der Kleine König

Es lebte einst ein kleiner König
In einem schönen hellem Land
Es war die Welt der großen Menschen 
Sein Haus umgab ein weißer Strand
 
Und weil so klein er war der König
Hatte er seine Burg auf einen Felsen hoch erbaut
Er trauerte viel um sein Alleinsein
Und weinte oft nach einer Braut
 
Ein Herrscher der nie glücklich war
Doch seines Volkes wohl gesinnt
Man sah ihn selten in den Dörfern
Weil keine Frau sein Röcklein spinnt
 
Was hab getan ich nur oh Herr
Das meine Schuhe winzig klein
Meine Arme dünn und hager
Meine Schultern schmächtig fein
 
Möcht groß auch sein und riesig
Möcht nicht mehr schauen zu dem Freund hinauf
Möcht gleichen Schrittes mit ihm gehen
Nicht schneller Atmen, wenn mit ihm ich lauf
 
So ging er abends schweren Herzens
Oft an den Klippen so steil entlang
Spürte den Kummer in seiner Brust ihn schmerzen
Rief nach dem Tode voll Angst und Bang
 
Was wäre schon wenn dieses Leben hier beendet
Wen kümmert es ob ich noch bin
Kein Wesen noch trägt meinen Namen
Geb mich dem  Meer der tiefe hin
 
So blickte er zum letzten male
Zum Mond hinauf, der voll dort stand
Er viel hinab ins Land der Leichten
Man fand ihn morgens am weißen Strand
 
Warum hat unser König sich gerichtet
War er der Mann der Nahes sah
Der niemals viel über all das Kleine
Der Mutter Erde so glücklich nah
 
Er war ein Herrscher großen  Ranges
War angetan von seinem Land
Geliebt und ehrlich für die Großen
Verlieh er allem der Nähe Band
 
Er war der Letzte seiner Reihe
Da keiner mehr von seiner Größe war
Noch heute hofft bei  jedem Säugling
Dass sie ein winzig Kind ,oh Herr, gebar