Gedichte-Märchen-Musik
Zen-Prosa-Kinderbücher

Spiegelung

Vom Monden schein der Felder Ähren
Bis in den Tod der Wirklichkeit
Wird sich des „Ich“-Seins Leiden mehren
Weil vom Gemüt ihr wieder seid
 
Betrogen durch der Sinne Taubheit
Entschwindet unser wirklich Sein
Im fliesend Sand der Einsamkeit
Im Spiegelklang am feuchten Hein
 
So rundlich fein erscheint das Helle
Gebunden in der bräunlich Luft
Als heiterer Freund und Weggeselle
Vom Mund des Meeres frischem Duft
 
Wie Wellenlippen geschmeidig sanft
Umwindet seine Blöße dich
Es aus dem Geist des Lebens dampft
So atemlos, du raumlos Gewicht
 
Die Welt, sie ist das Reich für mich 
Für mich, in mir soeben geboren
Beraubt sie seines Selbstes sich
Bleibt unberührt die Holde auserkoren
 
So schaut mein Auge dieses Land 
Gebart vor mir zum Märchenreich
Weicht von mir des Missens treibend Sand
Wiegt sanft sich in des „Seins“-Gebärde Teich
 
Wann immer einst die Erde bricht
So ward sie doch wie heut so neu
Im Licht des tausendfachem Spiegelgesicht
Die sanfte Haut, so warm, so scheu