Spiegelung
Vom Monden schein der Felder Ähren
Bis in den Tod der Wirklichkeit
Wird sich des „Ich“-Seins Leiden mehren
Weil vom Gemüt ihr wieder seid
Betrogen durch der Sinne Taubheit
Entschwindet unser wirklich Sein
Im fliesend Sand der Einsamkeit
Im Spiegelklang am feuchten Hein
So rundlich fein erscheint das Helle
Gebunden in der bräunlich Luft
Als heiterer Freund und Weggeselle
Vom Mund des Meeres frischem Duft
Wie Wellenlippen geschmeidig sanft
Umwindet seine Blöße dich
Es aus dem Geist des Lebens dampft
So atemlos, du raumlos Gewicht
Die Welt, sie ist das Reich für mich
Für mich, in mir soeben geboren
Beraubt sie seines Selbstes sich
Bleibt unberührt die Holde auserkoren
So schaut mein Auge dieses Land
Gebart vor mir zum Märchenreich
Weicht von mir des Missens treibend Sand
Wiegt sanft sich in des „Seins“-Gebärde Teich
Wann immer einst die Erde bricht
So ward sie doch wie heut so neu
Im Licht des tausendfachem Spiegelgesicht
Die sanfte Haut, so warm, so scheu