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Der Alte Friedhof

Mir ist als ob die Toten ernten
Was das Warten mit sich trägt
Sich weit entfaltend, um die Felsen schwärmend
Der Wald das Bild nach Jahren prägt
 
Aus Frieden scheint der Ort gemauert
Hat die Freiheit sich den Platz genommen
Schmale Wege sind‘s, die uns zur Ruhe führen
Bis wir wieder indes Mutters Leibe angekommen
 
Das Dunkel hat der Mensch gewählt
Weist von sich, was er in sich hat
Um an des Baumes grüne Wurzeln
Sich zu stillen als ein neues Blatt
 
Und doch lässt er die Weite sehen
Wie das Leben sich befruchtend keimt
Nackten Fußes wirst du wieder gehen 
Wen Holz auf Holz zu einer Seel  verleimt
 
Ja, er trägt in sich den wahren Schimmer Glanz
Den das Kreuz in seinem Reich von uns birgt
Legt sich hin zur letzten Ruhe
Bis der Drang des Wandelns in uns den Zauber wirkt
 
In Stein gehauen aus der Ferne
Gebt zusammen all das, was wild und schön dich macht
Wenig nur und doch gefühlvoll  
Die Glocke in dir das göttliche bewacht
 
So weinst du wieder mit Bedürfnis
Empfindest die Nachsicht als getan
Entleerst die Welt von jeglich Schlacke
Stellst das Licht von neuem an