Brief an Frau Schäfer
Sehr geehrte Frau Schäfer,
wie ich erst die Tage durch meine Schwester und meinen engen Freund Adi erfahren habe, hatte es doch einige Schwierigkeiten um meine kleine Wohnung gegeben. Diese haben dann dazu geführt das einige Mitbewohner
der Hausgemeinschaft, zu recht, wie ich aus den mir vorliegenden Informationen bekennen muss, sich zu einer Beschwerdeaktion bei der Wohnbau-Gesellschaft, zusammen getan haben.
Ich nun meiner Seitz fühle mich dazu verpflichtet, ohne die Schuld von mir weisen zu wollen, ihnen, als eine der Hausältesten und Nachbarin, einige erklärende Worte hierzu zu senden.
Nachdem ich ihnen vor meiner Abreise mitgeteilt hatte, dass die Wohnung während meiner Abwesenheit leer bleiben würde und die Hausordnung und die Wohnung selbst durch meine Schwester bekümmert würde, ergab sich die Situation, das eine Freundin von mir für 2-3 Monate eine Wohnung oder Zimmer als Übergangslösung, bis zu ihrem Studien beginn Mitte April in Köln, suchte.
So habe ich mich dann nach einem längeren, ausführlichen Gespräch, in dem sie mir versicherte die Hausordnung genauestens einzuhalten, den Hausfrieden zu wahren, sich ruhig und unauffällig zu verhalten und auf keinen Fall eine weitere Person einziehen zu lassen, dazu bereit erklärt, ihr doch die Gelegenheit zu geben ihre Zeit vor dem Studium ohne größere Hektik und unter Wohnungsnot zu verbringen.
Leider musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass all die gemachten Versprechen nicht eingehalten wurden.
Was ich aber noch persönlich durch ein Gespräch mit ihr nach meiner Rücker klären werde.
Bis dahin möchte ich nochmals um Nachsicht bitten und ihnen Versichern das meine Wohnung jetzt leer bleibt und die Hausordnung durch meine Schwester zur Genüge erfühlt wird.
So lassen sie mich zum Abschluss dennoch ein paar Worte aus meiner Sicht dazu vor sprechen. All dies was geschehen ist und vielleicht nicht hätte geschähen dürfen, erwuchs aus meinem Bedürfnis, das Leben an für sich besser kennen zu lernen. Es ist nun einmal so mit unserem Dasein auf dieser Erde. Um ein wenig Lebenserfahrung
Zu sammeln, muss man den Mut und die Bereitschaft mit sich bringen auch einmal etwas zu riskieren. Und wenn dann, wie in diesem Fall, etwas schief geht, wenn das Vertrauen das man jemanden entgegen bringt, missbraucht
Wird, so darf das niemals zu einer Übervorsichtigkeit führen. Und man hat außerdem, so glaube ich, eine wichtige und unersetzbare Erfahrung für sein späteres Leben gemacht.
Nochmals um Verständnis bittend möchte ich mit einem schönen Gruß aus dem sonnigen Portugal dieses Schreiben beenden.
Hochachtungsvoll