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Mondgesang

Vom Vielen wart der Mensch geblendet
Greift nach den Sternen ungeschickt
Wie Gut und Böse er ständig wendet
Er nachts zum Himmel wieder blickt
 
Verträumt hängt dort am Erdenzelt
Die Sichel frei in seiner Bahn
Prägt Shiva fortan diese schöne Welt
Ward neues schon von Anfang an
 
Verweilt nur kurz in unsern zarten
Verweinten Augen, Schimmer Licht
Lässt Nach um Nacht aufs Volle warten
Bedeckt des Sehnsuchts weiche Schicht   
 
Von nun an soll der Zweifel brechen
Die Ganzheit sich im Strahl versteckt
Die Wollust vieles Stolpern schwächen
Das Lachen aus dem Schlaf geweckt
 
Betörend dich das Feine bindet
Steht dort im Schwarzen glitzernd rein 
 Ein jeder dort sein eben findet
Kehrt in den Schoß des Alles Hein
 
Verträumt voll Sehnsucht, funkelnd geblendet 
Hängt dein Gesicht im Monden schein 
Der Tag zur Nacht so war gewendet
Vom schönen Hell in des Dunkels Weich
 
Und weich fließt nun der Tag ins Rote
Horcht hinaus in des morgens Neu
Senkt nieder sich gereimt im Lote
Macht den Falter lebenstreu
 
So wächst der Schrei aus seiner Schale
Und erfüllt die Zeit mit seinem Duft
Erlöst den Körper von des Zitterns  Quale
Treibt hinauf in die erwärmte Luft